Gegen Hexen: Die Berberitze (Berberis vulgaris)

Volkstümliche Bezeichnungen Hexennudel, Sauerdorn
Blütezeit 4-6
Blütenfarbe gelb
Inhaltsstoffe Giftige Alkaloide in der gesamten Pflanze außer in den Beeren. In den Beeren Apfelsäure und andere Fruchtsäuren sowie Vitamin C
Heilwirkung, wissenschaftlich nachgewiesen Das Alkaloid Berberin wirkt lipid- und blutzuckersenkend. In Tests half die Wurzel in Tees auch gegen Bauchspeicheldrüsenentzün-dungen. Achtung: Zur Selbstmedikation NICHT geeignet! Keinesfalls in der Schwangerschaft anwenden! Von der Kommission E hat die Berberitze eine Negativbewertung erhalten.
Zauberpflanzenkategorie (j), 2, 3, 5, 6
Essbar? Nur die reifen Beeren (September) sind essbar (sehr sauer), alle anderen Pflanzenteile sind giftig!

 

Berberitze war schon in der Antike bekannt und stand mit Mars in mythischer Verbindung, die Früchte hingegen mit Merkur und Sonne.

Am Karfreitag gepflückte Zweige sollten (wie viele gelb blühende Pflanzen) vor Zauberei schützen und wurden in Ställe und Stuben gehängt.

Wie auch andere dornige Pflanzen spielte die Berberitze im Mittelalter für Abwehrzauber eine bedeutende Rolle: Die dornigen Zweige in der Walpurgisnacht (30.4.) in den Misthaufen zu stecken, bewahrte Haus, Vieh und Felder vor unheilbringenden Hexen.

Für Kinder und Forscher: Spielt man mit einer Nähnadel Insekt und berührt die ausgebreiteten Staubblätter, dann schlagen sie sich nach innen.

Auch für Ernteorakel wurde die Berberitze verwandt: Sind die Früchte lang und schmal, wird der Winter lang und mild. Sind die Früchte kurz und dick, wird der Winter kurz und hart.

Im Herbst: Rinde abgeschält und Wurzel ausgegraben helfen beim Goldsuchen!

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