Geister abwehrend: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

© Barbara Pfeifer 2017

Volkstümliche Bezeichnungen Hexenblume, Kuckucksblume, Sterbeglöckel, Totenblüml
Blütezeit 3-5
Blütenfarbe weiß
Inhaltsstoffe Protoanemonin, Anemonol, Saponine
Heilwirkung, wissenschaftlich nachgewiesen Nur homöopathische Verwendung.
Zauberpflanzenkategorie (b), (j), 1, 2, 3, 5
Essbar? Vor allem frisch giftig. Beim Trocknen werden einige Giftstoffe umgewandelt.

 

Die Blüten schließen sich nachts und bei trüber Witterung und neigen sich nach unten. Deshalb kann das Buschwindröschen als Wetterpflanze genutzt werden.

Namensherkunft: Chloris‘ (Floras) Gatte Zephyr verliebte sich in die Nymphe Anemona (anemos grch. = Wind), die Dienerin am Hof der Göttin war. Daraufhin verwandelte Chloris das Mädchen in eine Blume. In die wiederum verliebte sich der Nordwind Boreas – der sie aber nur entblätterte.

In Tirol rauchte man die getrockneten Wurzeln und Blätter des Buschwindröschens, um Hexen erkennen zu können.

Die römischen Magier wiesen der Anemone nach Plinius besondere Kräfte zu. Sie pflückten die ersten drei Blüten im Frühjahr, banden sie in ein rotes Tuch und bewahrten sie an einem schattigen Ort auf. Bei Bedarf konnten sie sie dann Fieberkranken auflegen. Die ersten drei Blüten, die man fand, sollten man nach einem anderen Glauben selber schlucken: Dann hätte man ein Jahr lang weder Fieber noch Zahnweh.

Ferner konnte man mit der Anemone einerseits böse Geister abwehren und andererseits Gewitter anziehen.

Bei den Katholiken stand das Buschwindröschen für das vergossene Blut der Heiligen. Es wird als Hinweis auf Krankheit und Tod gedeutet und ist ein Gleichnis für die sieben Schmerzen der Mutter Gottes.

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